Haushalt, Kinder, Termine, Finanzen, Familienorganisation und emotionale Verantwortung: In vielen Partnerschaften werden Aufgaben verteilt, ohne dass jemals bewusst darüber gesprochen wurde.
Oft übernimmt einer immer mehr, während der andere davon ausgeht, dass doch alles funktioniert. So entstehen Überforderung, Frust und das Gefühl, mit der Verantwortung allein zu sein.
Der eigentliche Streit entzündet sich dann vielleicht am Geschirrspüler. Dahinter steckt jedoch häufig die viel größere Frage, ob der andere überhaupt sieht, was da jeden Tag getragen wird.

„Siehst du eigentlich, was ich jeden Tag trage?"
Monique GerlachFragen, mit denen Sie zu zweit weiterkommen
Eine faire Verteilung bedeutet nicht zwangsläufig, jede Aufgabe genau zur Hälfte aufzuteilen. Entscheidend ist, dass beide die Verteilung kennen, ihr zustimmen und sie als gerecht erleben.
Welche Aufgaben übernimmt jeder von uns?
Schreiben Sie es einmal wirklich auf. Vieles, was im Kopf als selbstverständlich gilt, sieht auf dem Papier anders aus.
Wer trägt die unsichtbare Planungsarbeit?
Termine im Blick behalten, an Geschenke denken, wissen, wann welche Schuhe zu klein werden. Diese Arbeit taucht in keiner Liste auf und kostet trotzdem Kraft.
Was empfindet einer von uns als belastend?
Es geht nicht nur um den Aufwand, sondern auch darum, was sich schwer anfühlt. Beides muss nicht dasselbe sein.
Was muss neu verteilt werden?
Rollen dürfen sich verändern, besonders dann, wenn sich das Leben verändert. Ein neuer Job, ein Umzug oder ein Kind verschieben das Gleichgewicht.
Verantwortung sichtbar machen
Partnerschaft bedeutet nicht, stillschweigend zu funktionieren. Sie bedeutet, Verantwortung sichtbar zu machen und gemeinsam zu tragen.
