Kind sitzt nachdenklich auf einem Sofa

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Kinder im Loyalitätskonflikt: Wenn sie zwischen Mutter und Vater stehen

Wie Eltern ihr Kind nach einer Trennung emotional entlasten können.

Patchwork3 Minuten Lesezeit

Nach einer Trennung verändert sich nicht nur das Leben der Eltern. Auch Kinder müssen sich in einer neuen Wirklichkeit zurechtfinden.

Besonders belastend wird es, wenn sie glauben, sich zwischen Mutter und Vater entscheiden zu müssen. Ein solcher Loyalitätskonflikt ist für Erwachsene nicht immer sofort sichtbar. Für ein Kind kann er zu einer schweren inneren Zerreißprobe werden.

Manche Kinder werden auffällig still, andere reagieren gereizt, aggressiv oder besonders angepasst. Sie erzählen einem Elternteil nicht mehr, was sie beim anderen erlebt haben, vermeiden positive Äußerungen oder beobachten genau, welche Antwort erwartet wird. Auch Bauchschmerzen, Schlafprobleme, Rückzug oder plötzliche Schwierigkeiten in Schule und Kita können Ausdruck der inneren Belastung sein.

Kind sortiert Gefühle mit Bildkarten
Impuls

Ein Kind braucht nicht zwei Eltern, die immer einer Meinung sind. Es braucht Erwachsene, die ihm erlauben, beide zu lieben, ohne Schuldgefühle tragen zu müssen.

Monique Gerlach
Zum Verstehen

Kinder wollen beide Eltern lieben dürfen

Kinder tragen die Beziehung zu Mutter und Vater in sich, unabhängig davon, wie die Partnerschaft der Erwachsenen geendet hat. Abwertende Bemerkungen über den anderen Elternteil treffen deshalb häufig auch einen Teil des Kindes.

„Du darfst Mama und Papa liebhaben."

Hilfreich sind klare Botschaften wie diese. Das Kind sollte nicht entscheiden müssen, wer recht hat, und nicht für das emotionale Wohlbefinden eines Elternteils verantwortlich sein.

Kein Bote, kein Vermittler

Besonders schwierig wird es, wenn das Kind Nachrichten überbringen, vermitteln oder berichten soll. Konflikte gehören auf die Erwachsenenebene, Übergaben sollten ruhig und verlässlich ablaufen.

Raum für gemischte Gefühle

Sprechen Sie respektvoll über den anderen Elternteil und verzichten Sie auf Verhöre nach den Umgangszeiten. Freude auf den einen Elternteil ist kein Verrat am anderen.

Wenn es festgefahren ist

Dann kann eine Familienberatung helfen, Paarebene und Elternebene wieder voneinander zu trennen. Oft ist das der Schritt, der dem Kind am meisten Entlastung bringt.

Fazit

Beide lieben dürfen

Ein Kind braucht keine Eltern, die sich einig sind. Es braucht Eltern, die ihm die Liebe zu beiden lassen.

Ihr Kind steht zwischen den Stühlen?

Wenn die Übergaben zur Belastung werden oder Ihr Kind sich sichtbar zurückzieht, lohnt sich ein Blick von außen. Im kostenfreien Telefonat klären wir in zehn bis fünfzehn Minuten, ob eine Familienberatung passt.

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