Eine neue Beziehung kann für eine Mutter wunderschön sein, und gleichzeitig für ein Kind eine große Veränderung bedeuten.
Vielleicht mögen Sie Ihren neuen Partner sehr, aber Ihr Kind reagiert abweisend, provoziert, zieht sich zurück oder sagt ganz deutlich: „Ich mag ihn nicht.“
Für Eltern ist das oft schwer auszuhalten. Schnell entsteht die Sorge, dass die neue Beziehung nicht funktionieren kann.

Kinder können in einen Loyalitätskonflikt geraten. Sie lieben ihre Eltern und spüren gleichzeitig, dass sich das Familiensystem verändert.
Monique GerlachDie Ablehnung meint oft jemand anderen
Doch die Ablehnung richtet sich nicht immer wirklich gegen den neuen Partner.
Was dahinterstecken kann
Manchmal steht dahinter die Angst des Kindes: „Verliere ich jetzt meinen Platz bei Mama?“ Oder: „Darf ich den neuen Partner mögen, ohne meinen Papa zu verraten?“
Warum Druck wenig hilft
Sätze wie „Du musst ihn doch nicht gleich so ablehnen“ oder „Er meint es doch nur gut“ können das Gefühl des Kindes sogar verstärken, nicht verstanden zu werden.
Fragen, die weiterführen
Hilfreicher ist es, neugierig zu bleiben statt zu überzeugen.
Was ist für dich schwierig daran, dass er jetzt öfter bei uns ist?
Was brauchst du von mir?
Gibt es Situationen, die dir besonders unangenehm sind?

Der neue Partner muss nicht sofort Elternteil sein
Auch der neue Partner sollte nicht sofort versuchen, eine Elternrolle einzunehmen.
Ein Kind braucht Zeit, um Vertrauen aufzubauen. Es muss den neuen Partner nicht sofort lieben. Ein realistisches Ziel ist zunächst Respekt, Verlässlichkeit und ein sicherer Platz für alle Beteiligten.
Wann ein Blick von außen hilft
Wenn die Ablehnung über längere Zeit sehr stark bleibt oder sich das Verhalten des Kindes deutlich verändert, kann ein neutraler Blick von außen helfen. Denn oft geht es nicht darum, herauszufinden, wer recht hat. Sondern darum zu verstehen, was dieses Kind braucht, damit es sich in der neuen Familiensituation wieder sicher fühlen kann.

