Patchwork bedeutet häufig, dass eine frühere Partnerschaft beendet ist, die gemeinsame Elternschaft aber bleibt.
Und genau das kann schwierig werden.
Vielleicht werden Wochenenden kurzfristig verändert. Ferien müssen abgestimmt werden. Die Ex-Partnerin schreibt ständig Nachrichten. Entscheidungen werden diskutiert. Und irgendwann haben Sie das Gefühl: „Sie bestimmt unser ganzes Leben.“
Das kann sehr belastend sein.

Die Ex-Partnerin hat weiterhin einen berechtigten Platz als Mutter der gemeinsamen Kinder. Sie hat aber keinen Platz innerhalb Ihrer neuen Paarbeziehung.
Monique GerlachWenn zwei Ebenen sich vermischen
Diese beiden Ebenen sollten möglichst getrennt bleiben.
Alte Konflikte laufen weiter
Problematisch wird es häufig dann, wenn alte Beziehungskonflikte über die Kinder weitergeführt werden. Dann geht es plötzlich nicht mehr nur um Abholzeiten oder Ferien, sondern um Macht, alte Verletzungen oder ungeklärte Konflikte.
Die neue Partnerin gerät dazwischen
Für die neue Partnerin entsteht dabei schnell das Gefühl, ständig mit einer früheren Beziehung konkurrieren zu müssen.

Die Elternkommunikation gehört zwischen die Eltern
Hier helfen klare Rollen.
Die Kommunikation über die gemeinsamen Kinder sollte möglichst zwischen den leiblichen Eltern stattfinden. Der neue Partner oder die neue Partnerin muss nicht Vermittler, Verteidiger oder Mitkämpfer werden.
Fragen für ein Gespräch zu zweit
Welche Themen gehören zur Elternkommunikation?
Was betrifft unsere Partnerschaft?
Wie viel Einfluss dürfen kurzfristige Änderungen auf unsere gemeinsame Planung haben?
Nicht Harmonie, sondern Klarheit
Eine Patchworkfamilie braucht nicht unbedingt Harmonie zwischen allen Erwachsenen. Aber sie braucht klare Zuständigkeiten, respektvolle Grenzen und möglichst wenig alte Beziehungskonflikte im neuen Familiensystem.

